Ängste.

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Wiedereinaml ein toller Artikel von INNERWELT zu Asperger und Ängsten!

Mein Kommentar:

‎MEINE ÄNGSTE…!


TELEFON:‎

Telefonieren mag ich auch nicht und habe tatsächlich häufig Angst davor. Weniger das anrufen, mehr das angerufen werden finde ich oft beklemmend und  bedrohlich, vor allem wenn ich nicht weiß wer mich anruft und was genau der Anrufer wollen könnte. 

Die Angst bei meiner chronischen Gedanken und Reizüberflutung, nicht die richtigen Worte zu finden („Wortfindungsschwierigkeiten“) oder im Gespräch eine Themenhirarchie/ – Priorität, auf die schnelle, auszumachen verunsichert mich sehr leicht. So das ich mich häufig entweder nicht verständlich machen kann, zu komplex und ausschweifend Monologisiere oder vieles was ich sagen wollte einfach vergesse. Hinzu kommt noch mein chronischer Mangel an Timing; ich weis zu 95% nicht wann genau das Gespräch beendet ist, wer nun auflegen muss und wann. Typisch ist dann für mich das ich meistens zu früh auflege und der Gesprächspartner eigentlich noch etwas zu sagen hatte. Bei überraschenden Anrufen von Personen die ich nicht kenne, kommt es häufig vor das ich gar nichts mehr sage, schon gar nicht das Gespräch einleite, wie z.B. „Wer sind Sie und was wollen Sie?“ – Ich sage dann tatsächlich einfach: „NICHTS!“


EINKAUFEN:

Das ist oft enorm anstrengend und auch wenn ich meist keine Angst dabei empfinde, so doch immensen Stress. Wenn ich nicht im Vorfeld weis, was genau in welchen Laden ich kaufen will, dann kaufe ich spontan meist so gut wie gar nichts oder, selten, laufe ich dann 2 Std. im Laden herum und beschäftige mich damit, was ich eigentlich genau will; was brauche ich wirklich; welchen Artikel würde ich bevorzugen (was oft unmöglich ist zu entscheiden und in Schweisausbrüchen endet!) und wenn ich dann ein wichtiges Produkt gefunden habe (Bevorzuge langhaltende und tiefkühlkost!), dann kaufe ich auf Vorrat. Auf Vorrat kaufen ist mein System um häufiges Einkaufen zu verhindern. Meine normale Einkaufzeit ist etwa: 30min. Im Supermarkt: „Schnell rein, schnell raus!“

HORROR ÄMTER und INSTITUTIONEN:

Vor allem Ämter, die mich beurteilen wollen, müssen und Fremdbestimmen wollen. Denen gegenüber ich in einer Rechtfertigungssituation komme, diese ich jedoch keinesfalls gewachsen bin. – Schon auch deshalb, da wie beim Telefonieren „heillos“ überfordert bin. Und sehr leicht in einem Overload verfalle. Besonders ist mir dabei die Tatsache, meist, Bewusst dass Ich eigentlich weiß was ich sagen müsste, moralisch – ethisch, sagen müsste, doch gleichzeitig weiß ich auch das dies mit der Haltung der Institution, des Sachbearbeiters kollidiert. – Und ich weiß aus tiefer Erfahrung heraus, daß dies diese/dieser auch nicht verstehen würde, wenn ich mich detailliert äußern könnte, sowie oftmals repressalien nach sich ziehen würde. 

Somit handelt es sich dabei nicht mehr um Angst, sondern schon um Panik!

Und wenn ich nicht gerade in depressiver Haltung versinke, dann lande ich bestenfalls spätestens im Shutdown, und schlimmstenfalls im Meltdown. 

Natürlich könnte ich noch vieles mehr anführen, wie…

Abbruch von Plänen und Routinen
Aktueller Umzug
Chron. Überforderung und Orientierungslosigkeit, sowie Angst und Ohnmachtsgefühle bei „Warten in Unwissenheit!“, „Unter Zeitdruck überhaupt etwas zustande zu bringen“ oder „Wenn ich gezwungen bin mich in Situationen anpassen zu müssen, an die ich mich nicht anpassen kann, und, oder, aus meinen Sinn – und Wertesystem nicht anpassen will!“‎

LG,

Gestaltgnostiker

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